Blogtour: Heimliche Nähe

15. Mai 2020



Heute macht die Blogtour zu "Heimliche Nähe" von Tanja Bern auf Tausend Leben Halt. Gestern gab es eine tolle Teeparty mit Tom. Heute werde ich euch ein bisschen mehr über das Thema "Homosexualität heute und früher" näherbringen.

Auch, wenn es inzwischen für Homosexuelle schon viel besser geworden ist und man dem Ganzen entspannter entgegensieht, haben es Schwule und Lesben zum Teil immer noch sehr schwer. Trotz allem muss man sagen, dass es zumindest nicht mehr so schlimm ist, wie früher. Während sie heute belächelt, gemobbt oder verhöhnt werden (was natürlich genauso schlimm ist) ging es früher jedoch noch viel weiter. Nehmen wir die Zeit vor und während des Zweiten Weltkriegs. Im Jahr 1935 hat die Homosexuellenverfolgung in Deutschland Formen angenommen. Schwule und Lesben wurden als „entartet“ bezeichnet und in Hitlers Augen waren sie sogar Volksfeinde. Sie dienten in seinen Augen nicht dazu, die „arische Herrenrasse“ zu erhalten. Wie auch? Dadurch folgten schwere Jahre für homosexuelle Paare. Immer wieder wird davon gesprochen, dass Juden von Hitler in Konzentrationslager gebracht wurden. Aber waren es wirklich nur Juden? Nein. Juden, Zigeuner, Behinderte und auch Homosexuelle wurden in Konzentrationslager gebracht und in den Gaskammern getötet. Dabei wird geschätzt, dass 53% der schwulen Männer in Konzentrationslagern ums Leben gekommen sind. Ende der 60er Jahre scheint es, als würden die Menschen endlich umdenken und homosexuelle Pärchen verstehen und akzeptieren. Durch den Stonewall-Aufstand am 28. Juni 1969 in New York City entstand eine Lesben- und Schwulenbewegung.


In Deutschland beginnt die Schwulenbewegung erst im Jahr 1971 mit der Uraufführung des Films „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“. Dies war eine Wende, wo zwar die homosexuelle Gemeinschaft immer auch wieder Tiefen hatte, sich jedoch für sie alles immer mehr besserte. Noch besser wurde es in den 80er Jahren, in denen sich immer mehr Einrichtungen bilden, in denen sich zu den Schwulenbewegungen auch Lesbenbewegungen und Institutionen bildeten. Ein weiterer kurzer Tiefschlag war, als die Schwulen mit dem Thema Aids in Verbindung gebracht wurden. Seit den 90er Jahren hat sich dann sehr viel in dieser Hinsicht getan und gebessert. Es wurde immer mehr auf die Gleichberechtigung von homosexuellen Pärchen eingegangen. In einigen europäischen Ländern, wie auch in Kanada und Neuseeland wurde zumindest die gleichgeschlechtliche mit der heterosexuellen Partnerschaft rechtlich gleichgestellt. Wenn sie auch noch nicht heiraten durften, durften sie zumindest schon als Partnerschaft eingetragen werden. Den Beginn mit der gleichgeschlechtlichen Ehe machten die Niederlande, die am 01.04.2001 diese in ihrem Land einführten. Den Niederlanden folgten später viele Länder und zeigten so, dass auch gleichgeschlechtliche Paare ein Recht auf eine gemeinsame Ehe haben. Während in Österreich noch alle verbittert dagegen ankämpften, durfte man in Deutschland schon im Oktober 2017 als homosexuelles Pärchen in den Stand der Ehe eintreten. 2019 im Jänner war es dann auch endlich in Österreich soweit und dies nutzten natürlich sehr viele aus und nützten gleich den 1.1.2019, um eine gemeinsame Ehe einzugehen.


Auch wenn sich natürlich sehr viel für homosexuelle Paare gebessert hat, sieht man leider sehr gut, dass es noch viele gibt, die alteingesessen sind und nicht akzeptieren können, wenn in ihrem Freundeskreis oder Familienkreis ein Schwuler oder eine Lesbe ist. Dadurch fällt es Vielen schwer, sich zu outen. Ein Extremfall ist auch der Iran. Hier werden homosexuelle Menschen dazu gezwungen, sich einer Geschlechtsumwandlung zu unterziehen. Die Alternative wäre der Tod, auch heute noch. Aber auch in anderen Ländern ist es noch sehr schwierig, auch wenn hier nicht der Zwang von der Regierung ausgeht sondern von der Gesellschaft selbst, so werden auch hier in Österreich und Deutschland Paare dazu „gezwungen“, dass sich einer von ihnen sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen lässt, nur um als richtiges Paar akzeptiert und nicht gemobbt zu werden. Wie geteilt die Meinungen sind, kann man auch sehr gut in dem Buch „Heimliche Nähe“ sehen. Auch Tom muss mit den Tücken des Outings kämpfen und feststellen, dass es gar nicht so einfach ist. Vor allem mit der Akzeptanz der Mitmenschen. Denn nicht jeder geht auch heute damit so locker um wie manch andere. Und auch am Beispiel von Luca kann man sehr gut sehen, wie schwer man es hat und man auch dann bei Herzschmerz meist ganz alleine da steht und welche Konsequenzen dies alles haben kann.


Ich finde jedoch, man sollte sich an die eigene Nase fassen und über all das nachdenken. Jeder Mensch hat etwas Besonderes, was ihn einzigartig macht, und trotzdem wollen wir alle nicht als Aussätzige behandelt werden, nur weil wir wegen irgendwas anders sind, oder? Homosexuelle Menschen sind genauso normale Menschen wie wir alle. Und ich habe die Erfahrung im Freundes- und Verwandtenkreis gemacht, dass sie oft die besseren Menschen sind, als hetero Menschen.

Blogtourfahrplan:

Tag 1 - Bambinis Bücherzauber → Buchvorstellung
Tag 2 - Unsere zauberhaften Bücherwelten → Teeparty mit Tom
Tag 3 - Tausend Leben → Homosexualität heute und früher
Tag 4 - Thoras Bücherecke → Interview mit Tanja Bern
Tag 5 - Steffis BookSensations - Toms heimlicher Liebesbrief

Gewinnspiel

Bei der Blogtour gibt es folgendes zu gewinnen:
  1. Preis - Taschenbuch "Heimliche Nähe" und Hardcover "Nah bei mir" plus Tasse und ein Schlüsselanhänger
  2. Preis - Taschenbuch „Heimliche Nähe“ und Schlüsselanhänger
  3. Preis - E-Book „Heimliche Nähe“ und Cover-Notizbuch

Um mitzumachen beantwortet einfach die Fragen auf den einzelnen Blogs. Dabei könnt ihr ein Los sammeln. Umso öfter ihr teilnehmt, desto größer ist die Chance zu gewinnen. Das Gewinnspiel endet am 17. Mai um 23:59 Uhr. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt nach Ende des Gewinnspiels innerhalb von zwei Tagen auf den teilnehmenden Blogs. Die Ausgelosten haben dann drei Tage Zeit, sich bei der Autorin per E-Mail zu melden: tanja.bern2@gmail.com

Die heutige Gewinnspielfrage lautet:

In welchem Jahr begann die Schwulenbewegung in Deutschland?

Teilnahmebedingungen:

  • Die Teilnahme am Gewinnspiel ist ab 18 Jahren, oder mit Erlaubnis des Erziehungsberechtigten.
  • Der Gewinner erklärt sich bereit, öffentlich genannt zu werden, und dass seine Daten dem Autor/Verlag zwecks Gewinnversand übermittelt werden. Die Daten werden nicht gespeichert und nach der Übermittlung an den Verlag gelöscht.
  • Es besteht keine Haftung für den Postversand.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Eine Barauszahlung ist nicht möglich.
  • Der Versand des postalischen Gewinns kann nur innerhalb von Deutschland erfolgen.



Kommentare:

  1. Guten Morgen,

    Das war ein sehr interessanter Überblick über die Entwicklungen.

    Ich finde es wirklich erschreckend, was die Homosexuellen alles durchmachen mussten und teilweise immer noch müssen.

    Zu der Frage: In Deutschland begann die Schwulenbewegung erst 1971.

    Liebe Grüße,
    Areti

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  2. Hallo und guten Tag,

    Danke für diese Infos zum heutigen Blogthema.

    Es begann 1971 das sich da etwas änderte.

    LG..Karin..

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  3. Huhu :)

    Ein interessantes Thema und irgendwie stimmt es mich immer ein bisschen traurig, dass die Gesellschaft Homosexualität immer noch nicht als etwas natürliches ansieht. Das wird wohl noch ein sehr langwieriger Prozess sein.

    Die Antwort auf die Frage ist 1971.

    Lieben Gruß
    Andrea

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