Büchertour: Pia Hepke - Rezension

20. November 2019


Autor: Pia Hepke
Titel: Witches
Erschienen am: 14. Dezember 2017
Verlag: Eisermann Verlag
Seitenzahl: 197
Preis: € 3,99 (eBook) & € 10,90

Die junge Hexe Kira soll die Trägerin des einzigartigen Geistelementes sein. Dieses ist fester Bestandteil bei der Herstellung des sagenumwobenen Jugendelixiers. Um das Geistelement in ihre Gewalt zu bekommen, würde ein Zirkel aus fünf Hexen alles tun. Sogar töten! Auf ihrer Flucht vor ihren Verfolgerinnen, begleitet Kira stetig die eine Frage: Wem kann sie noch vertrauen?



Büchertour: Pia Hepke - Sergé




Sergé ist ein Feuersalamander, aber nicht irgendeiner, sondern der Vertraute von Kira. Eine jede Hexe bekommt einen Vertrauten zugeteilt, der sie unterstützt, ihr zur Seite steht und immer für sie da ist. Genau das ist es, was Sergé auch für Kira ist.
Obwohl sich die Beiden sehr nahe sind, er immer bei ihr mit ist und dank seiner Größe auch viel mehr machen kann, als andere Vertraute, weil er sich viel leichter wo hin schleichen kann, so können sich die Beiden auch sehr oft zanken. Was jedoch amüsant ist und im Grunde gilt wohl bei Sergé und Kira das Sprichwort sehr gut "was sich liebt das neckt sich". Denn egal was auch passiert und wie sehr sie sich auch streiten, eines ist bei Beiden klar. Wenn einer von ihnen in Gefahr ist, dann sind sie füreinander da.

Vertraute und ihre Hexen sind ein perfektes Gegenstück und ergänzen sich perfekt um ein gutes Zusammenspiel zu ermöglichen. Doch was man erst sehr spät herausfindet ist, dass Sergé kein normaler Vertrauter ist, sondern etwas ganz Besonderes. Doch zu viel will ich euch natürlich noch nicht verraten, immerhin solltet ihr ja das Buch lesen. :) Aber vielleicht seid ihr jetzt neugierig geworden und wollt mehr über Sergé erfahren? Dann würde ich sagen, wenn ihr das Buch noch nicht habt, schnell kaufen und in die Welt von Sergè und Kira eintauchen. :)

Büchertour: Pia Hepke - Elemente



Die Idee, dass die Welt aus verschiedenen universellen Elementar-Prinzipien zusammengesetzt ist, existiert schon sehr lange. Bemerkenswert daran ist besonders die Tatsache, dass sich auf der Welt viele unterschiedliche Systeme entwickelten, die sich aber in ihren Grundzügen alle ähneln. Beispiele hierfür sind die 5-Elemente-Lehre des Taoismus, in der die Welt in die Prinzipien Feuer, Wasser, Erde, Holz und Metall aufgeteilt ist, die alchimistische Vier-Elemente-Lehre von Feuer, Wasser, Erde und Luft oder die indische Lehre der Tattwas.
Erstmals kam der Gedanke, dass der gesamte Kosmos aus den Elementen besteht und durch diese erklärbar ist wahrscheinlich im antiken Griechenland auf. Mit den Jahrtausenden entwickelte sich diese Theorie immer weiter und fand schließlich ihren Höhepunkt in der mittelalterlichen Alchemie. Seitdem spielt die Lehre der vier Elemente in den meisten abendländischen Magiesystemen eine wichtige Rolle.
Auch in vielen Hexentraditionen hat die Lehre der Elemente einen wichtigen Stellenwert. Oft werden die Elemente in den Ritualen zur Unterstützung der magischen Arbeiten angerufen und um die Verbindung zu den Kräften der Natur zu verstärken. In vielen Hexentraditionen sind auch die Jahreskreisfeste und die Jahreszeiten, sowie die Himmelsrichtungen und die rituellen Werkzeuge bestimmten Elementen zugeordnet.



Feuer
Das Feuerelement steht für Energie, Leidenschaft und Impulsivität, sowie für Aggression und für die Sexualität. Seine Tageszeit ist der Mittag, seine Jahreszeit der Sommer. Seine tradisionelle Farbe ist Rot. Feuer steht für Wildheit und Ausgelassenheit, für zielstrebiges Handeln, Kreativität und Verwandlung. Es symbolisiert die erste Reife und steht für die Energie junger Erwachsener. Feuer wird ebenfalls dem männlichen Prinzip zugeordnet.

Wasser
Das Wasserelement steht für das Fühlen, für Liebe, Emotionen, für Tiefe und Empathie. Seine Tageszeit ist der Abend, seine Jahreszeit ist der Herbst. Seine traditionelle Farbe ist Blau. Wasser steht für Illusionen, aber auch für Intuition und Spiritualität. Es birgt in sich die Energie der Beruhigung und der Versenkung und symbolisiert die Reife des Alters. Wasser wird dem weiblichen Prinzip zugeordnet.

Luft
Das Luftelement steht für das Denken, den Intellekt und den Verstand, für Kommunikation und Sprache. Seine Tageszeit ist der Morgen, seine Jahreszeit ist der Frühling. Seine traditionelle Farbe ist Gelb. Die Luft steht für Bewegung und Aktivität, für den gedanklichen Anfang aller Dinge (die kreative Idee) und für eine kindliche bis jugendliche Energie. Luft wird dem männlichen Schöpfungsprinzip zugeordnet.

Erde
Das Erdelement steht für Körperlichkeit und Fruchtbarkeit, für Wachstum und Verwirklichung. Seine Tageszeit ist die Nacht, seine Jahreszeit ist der Winter. Seine traditionelle Farbe ist Grün. Die Erde steht für Gesundheit und Stärke, sowie für Disziplin und Standfestigkeit. Ihre Energie ist die Energie des Sterbens und der Wiedergeburt, sowie die der Heilung. Die Erde wird ebenfalls dem weiblichen Prinzip zugeordnet.

Geist
Oft findet man innerhalb dieser Aufteilung noch ein sogenanntes "fünftes Element" (Quintessenz), das das Geistprinzip beschreibt, die Quintessenz aus allen vier Elementen, die den Schlüssel zur Kontrolle über die einzelnen Elementarprinzipien darstellt.


Büchertour: Pia Hepke - Hexen



Das Wort ist schon sehr alt und heißt im Ursprung „Zaunreiterin“. Man glaubte früher, dass Hexen dämonenähnliche Wesen sind, die auf Zäunen reiten. Doch das Wort Hexe bekam bald eine andere Bedeutung. Man glaubte, dass Hexen einen Vertrag mit dem Teufel hatten.
Um Hexen zu erkennen, machte man sich bestimmte Merkmale aus. Das waren Sommersprossen, eine helle Haut und dunkle Augen, Warzen oder rote Haare. Meistens waren es Frauen, die als Hexen beschimpft wurden.
Hexen waren im Mittelalter Frauen, die Medikamente herstellten, schreiben und lesen konnten. Anfangs waren diese Frauen sehr angesehen, doch das änderte sich, als die Kirche sagte, dass diese Frauen mit dem Teufel in Verbindung standen und Zauberkräfte besaßen.


Früher bedeutete das Wort Hexe sogleich, dass diese böse war und auch hässlich. Man glaubte, dass Hexen den ganzen Tag nur böse Dinge taten und den Menschen das Leben schwer machten.
Diese Behauptung der Kirche führte dazu, dass diese Menschen, die nicht dem Bild der Allgemeinheit entsprachen, oder auch die, die bestimmte Fähigkeiten hatten, verfolgt wurden. Auch Menschen, die sich etwas anders verhalten haben, wurden der Hexerei angeklagt und verfolgt. Brach irgendwo eine Krankheit aus, wurden diese Menschen dafür verantwortlich gemacht. Sie wurden verhaftet. Dann kamen sie ins Gericht, wobei sie keine Chance hatten, frei gesprochen zu werden. Dann wurden sie schrecklich gequält. Damit sich die Menschen das nicht mehr länger gefallen lassen mussten, gaben sie zu Hexen zu sein, obwohl das nicht stimmte. Dann wurden sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt oder sie wurden ertränkt. 


Die Hexenverfolgung wurde immer schlimmer. Und so kam es auch oft vor, dass Menschen, die nichts taten, verhaftet und gefoltert wurden. Es dauerte sehr lange, bis keine Hexen mehr verbrannt wurden. Eine der bekanntesten „Hexen“ ist die heilige Walpurga. Nach ihr wurde die Walpurgisnacht benannt, die immer in der Nacht vom 1. Mai stattfindet. In dieser Nacht treiben viele Frauen ihr „Unwesen“. Sie wollen die Geister des Winters vertreiben.
Früher, so hieß es, ritten die Hexen auf dem Besen in der Walpurgisnacht auf den Blocksberg und versammelten sich dort.
Bittere Not, Armut, Hunger boten damals den Nährboden für Aberglaube und Kriminalität. Die Sehnsucht nach wilder, ungezügelter Kraft und Magie in einer hochtechnisierten westlichen Welt könnte heute ein Grund für das neue Aufblühen der Brauchtumsriten und Esoterikwelten sein. Auf der Strecke bleiben die Opfer der Geschichte. Als Hexe bezeichnet zu werden, ist auch heute noch lebensbedrohlich. In vielen Teilen Afrikas (Kongo, Tansania, Nigeria und Angola), in Lateinamerika und Südostasien werden Menschen – vorwiegend alte Frauen und Kinder – für Epidemien und für Aids verantwortlich gemacht – und der Hexerei beschuldigt. Tausende von Menschen sind seit den 1960er-Jahren deshalb getötet worden.